Barhufbearbeitung mit Köpfchen

Neben meiner Tätigkeit als Trainerin bin ich auch als Huforthopädin unterwegs.

Meine Ausbildung habe ich bei der Deutschen Huforthopädischen Gesellschaft (DHG e.V) absolviert.

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Der ideale Huf ?!

Ich versuche bei der Bearbeitung nicht einem fest definierten Idealhuf möglichst nahe zu kommen. Jedes Pferd verdient und braucht einen individuellen Huf, der möglichst gut an die Gegebenheiten angepasst ist – sowohl an die körperliche Aspekte, die das Pferd mit sich bringt, als auch an die Umgebungsbedingungen.

Der Huf muss für das Pferd funktionell, leistungsfähig und physiologisch sein. Bei mir entscheidet das Pferd, welchen Huf es bequem findet und kein exaktes Winkelmaß.

Das bedeutet natürlich nicht, dass “meine” Hufe krumm und schief sind. Im Gegenteil: den Huf in Balance zu bringen, ist ein elementarer Teil meiner Arbeit. Dabei schaue ich mir vor allem an, welchen Kräften der Huf ausgesetzt ist, denn der Boden wirkt sich fortwährend auf den Huf aus: in Form von Abrieb und Gegendruck.

Am Huf und Gangbild des Pferdes kann ich viele Informationen zum Druck und Abrieb ablesen und sehen, wo diese ungünstig wirken und wo mehr davon von Vorteil wäre. Mit diesen Informationen wird dann der Huf entsprechend bearbeitet.

Es geht dabei explizit nicht darum, den Huf möglichst symmetrisch zu bearbeiten. Kaum ein Pferd läuft sich seinen Huf komplett gleichmäßig ab. Ein Huf, der direkt nach der Bearbeitung exakt symmetrisch ist, wird sich durch den ungleichen Abrieb die Hufe also ungleicher laufen. Die Bearbeitung zielt daher im Gegenteil darauf ab, einzelne Hufbereiche so zu bearbeiten, dass Ungleichheiten möglichst langanhaltend ausgeglichen werden.

Im Idealfall läuft das Pferd sich dann in den kommenden Tagen und Wochen den Huf nach und nach selbst besser in Form, weil der Abrieb der Hufsituation nun zu Gute kommt. Das ist sehr nachhaltig und gelenkschonend, da die Veränderung der Stellung nicht in einem Mal, sondern nach und nach passiert. Durch eine Beeinflussung der Hufe über den Bearbeitungstag hinaus, verbessern sie sich auch nach dem Termin noch weiter. Sie halten länger und besser ihre Form. Dadurch muss ich beim nächsten Termin nicht wieder der verlorenen Form  “hinterher arbeiten”, sondern der Optimierungsprozess kann weiter fortschreiten. Das Ziel ist ein Huf, der ohne Zutun von außen immer länger und besser seine Form behält und dem Pferd gleichzeitig einen maximalen Laufkomfort ermöglicht.

  • Für Hufbearbeitungen bin ich im Münsterland und Großraum Osnabrück unterwegs.
    Wie weit ich fahre, hängt von der Richtung und der Anzahl der Pferde ab.
  • Eine Standard Bearbeitung kostet 35-40 Euro, je nach Pferd und Bedingungen, dazu kommen die Anfahrtskosten.
    Da ich sehr gründlich arbeite, dauert eine Bearbeitung in der Regel 40-60 Minuten.
  • Die Intervalle passe ich individuell an das Pferd und seine Hufe an - von 4-12 Wochen ist aktuell alles dabei.
    Im Durchschnitt beträgt der Abstand zwischen zwei Bearbeitungen ca. 5-6 Wochen.
  • Ruhe und Geduld sind mir bei allen Pferden wichtig - natürlich vor allem bei Jungpferden, Senioren oder ängstlichen Pferden. Dafür nehme ich mir gerne Zeit. Wenn das Pferd noch Schwierigkeiten mit der Bearbeitung oder einzelnen Elementen hat, unterstütze ich gerne als Trainerin für positive Verstärkung.
  • Ich berate dich gerne bei Problemen und Vorerkrankungen, wie z.B. Hufrollenbefund, Hufrehe oder Hornspalten.
    Zudem begleite ich dich und dein Pferd bei einer Barhufumstellung "mit Hirn".
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